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Flurbäume und Starke Bäume

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Bei der Flurbaumsuche sehen wir immer wieder große, schöne, seltene oder skurrile Bäume, die aber keine Flurbäume sind, weil sie im Wald, an Straßen, in Hecken, Parkanlagen, Gärten oder im sonstigen Ortsbereich stehen. Diese Starken Bäume haben auch einen Platz in dieser Website. 

Hauptmerkmal eines Starken Baums ist wie bei den Champion Trees der Stammumfang. Die Mindestumfänge sind in der Tabelle Stammumfang von Starken Bäumen genannt. "Stark" soll aber nicht nur auf den Stammumfang bezogen werden, sondern auch auf besonders schöne, seltene oder skurril gewachsene Bäume - Starke Bäume eben. 

Alle vorgestellten Bäume sind in der Karte oben mit Bild und kurzer Beschreibung enthalten. Wenn Sie einen bestimmten Baum suchen, gelingt das über den "See layers"-Menüpunkt. Nach Anklicken des gefundenen Baums in der Tabelle ist er in der Mitte des Bildschirms in etwas vergrößerter Optik zu erkennen.

Für das Stadtgebiet Freising (einschl. Weihenstephan) und für das Waldgebiet Kranzberger Forst (einschl. Weltwald), wo Flurbäume definitionsgemäß fehlen, sind die Starken Bäume zusätzlich in nachfolgender Aufstellung beschrieben, ansonsten jeweils beim nächstgelegenen Flurbaum. 

Wenn Sie selbst einen Starken Baum kennen, der hier nicht erwähnt wird, würde ich mich über Ihre Nachricht freuen.

Um Freising-Weihenstephan gibt es viele Starke Bäume. Eine Baum-Tour lädt ein zu einer kleinen Wanderung zu den interessantesten und ältesten Bäumen in diesem traditionsreichen Stadtteil.


Starke Bäume im Stadtgebiet Freising und im Kranzberger Forst

Bisher beschriebene Exemplare in alphabetischer Reihenfolge des deutschen Artnamens. Die Aufstellung wird laufend ergänzt.

Ahornblättrige Platane bei Oberthalhausen

Botanischer Name: Platanus x hispanica
> Champion Freising: Rang 1
> Beschreibung:
- einstämmig
- Stammumfang 309 cm in 130 cm Höhe (BHU)
- Baumhöhe: ca. 32 m
- Alter (gerundet): ca. 140 Jahre, Keimung um 1880
> Besonderheit: relativ seltener Baum
> Zugang: Forst, unbeschränkt möglich
> Koordinaten: 48.41436, 11.66664

Die Ahornblättrige Platane steht im Weltwald (Kranzberger Forst) nördlich der Kirche in der Wüstung Oberberghausen. Eine Platane ist zumindest in unseren Wäldern ein sehr seltener Baum. Wie kommt sie mitten in den Wald von Oberberghausen, dem heutigen Weltwald?

Bis 1883 wurde diese Fläche noch landwirtschaftlich genutzt. Zwischen dem Standort der Platane und dem Kirchlein stand der Kellhammer Hof, eines von vier Anwesen in diesem Weiler. Es ist nicht klar, warum die etwa 30 Dorfbewohner den Ort verließen, ob es wirtschaftliche Not oder Druck der Obrigkeit war. 

Die damalige Forstverwaltung schuf jedenfalls umgehend an dieser Stelle ein Versuchsgut, auf dem die für die Körbemacher wichtige Weidenkultur gefördert werden sollte. Dies fand damals zumindest für kurze Zeit sogar weltweite Beachtung. 

Die anfängliche Euphorie verflog allerdings bald und um 1900 verlegte das Versuchsgut seine Aktivitäten auf die Prüfung ausländischer Baumarten für den Wald, aber auch für Gärten und Parks.

Aus dieser Zeit stammen die im Kranzberger Forst wachsenden "Altexoten": Douglasien, Stroben, Tulpenbäume, Lebensbäume Scheinzypressen, Amur-Korkbäume und eben auch Platanen. (129)

Angesichts ihrer bekannten Historie dürfte sie rund 125 Jahre alt sein. Wie der Name sagt, trägt sie Blätter, die dem Berg- oder Spitzahorn ähneln. Die camouflage-artige Borke ist platanentypisch.


Berliner Lorbeerpappel (1)

Botanischer Name: Populus x berolinensis
> Champion Freising: Rang 1
> Beschreibung:
- einstämmig
- Stammumfang 565 cm in 130 cm Höhe (BHU)
- Baumhöhe: ca. 21 m
- Kronenbreite: ca. 10 m
- Kronenform: säulenförmig
- Alter (gerundet): ca. 120 Jahre, Keimung um 1900, gebrechlich
- Schäden: alle Starkäste wurden gekürzt
> Besonderheit: Zeugenbaum,  landschaftsprägender Baum, relativ seltener Baum
> Zugang: öffentlich, unbeschränkt möglich
> Koordinaten: 48.39826, 11.72843

Eine Allee aus rund 20 Berliner Lorbeerpappeln begleitet die Trasse der früheren Straße auf den Weihenstephaner Berg. Einige davon verstecken sich im oberen Bereich inzwischen in einem Hölzchen. Die Pappeln wurden vor gut 100 Jahren gepflanzt. Heute ist die Straße ein Grünstreifen, den ein großer Granitstein schmückt. Die Allee wird in letzter Zeit gepflegt, ausgefallene Bäume wurden ersetzt, allerdings nicht mit der Berliner Lorbeerpappel. 

Das Exemplar dieser Allee mit dem größten Stammumfang misst 5,65 m. Es steht in der Allee von unten (Norden) betrachtet an zweiter Stelle rechts (im querformatigen Bild ist es der erste Baum rechts). Mit diesem Stammumfang ist er stärker als der Champion Tree dieser Art in Deutschland. 

Wie bei allen Pappeln der Allee wurden die Hauptäste stark zurück geschnitten. Der Baum ist damit rund 21 m hoch. 

Die Artbestimmung entnehme ich der Website der Deutschen Dendrologischen Gesellschaft. Dort wird - allerdings für andere Exemplare dieser Allee - diese Art angegeben (124).

In der Allee stehen mindestens noch zwei weitere Berliner Lorbeerpappeln mit einem Stammumfang von über 5 m (5,05 und 5,38 m habe ich gemessen).

Die Berliner Lorbeerpappel, manchmal wird sie auch einfach Berliner Pappel genannt, ist eine Kreuzung aus der Pyramidenpappel und der Lorbeerblättrigen Pappel. Von der ersten hat sie die schlanke Wuchsform, von der zweiten die ganzrandige Blattform - wie ein Lorbeerblatt eben.

Hinweis von Thomas Fober, ChT


Blutbuche 'Swat Magret' in Freising (1)

Botanischer Name: Fagus sylvatica f. purpurea
> Champion Freising: Rang 1
> Beschreibung:
- mehrstämmig
- Stammumfang 526 cm in 70 cm Höhe (Taille)
- Baumhöhe: ca. 25 m
- Kronenbreite: ca. 21 m
- Alter (gerundet): ca. 100 Jahre, Keimung um 1920
- Sorte 'Swat Magret', Messung der Taille
> Zugang: öffentlich, unbeschränkt möglich
> Koordinaten: 48.39532, 11.73097
Hinweis von Hermann Grimm, ChT


Edelkastanie in Freising

Botanischer Name: Castanea sativa
> Champion Freising: Rang 1
> Beschreibung:
- einstämmig
- Stammumfang 342 cm in 130 cm Höhe (BHU)
- Baumhöhe: ca. 20 m
- Kronenbreite: ca. 20 m
- Alter (gerundet): ca. 140 Jahre, Keimung um 1880
> Besonderheit: alter Baum, relativ seltener Baum
> Zugang: öffentlich, unbeschränkt möglich
> Koordinaten: 48.39514, 11.73147

Die stärkste Edelkastanie im Landkreis steht etwas versteckt im südöstlichen Eck des Hofgartens auf dem Weihenstephaner Berg. 

Die Heimat der Edelkastanien liegt in Südeuropa. In den Lagen der mediterranen Mittelgebirge, die für Getreideanbau ungeeignet sind, waren ihre Früchte, die Maroni, lange Zeit die Nahrungsgrundlage. Die Edelkastanie gab sogar manchen Landschaften ihren Namen ("Chataigneraie" im französischen Zentralmassiv, "Castagniccia" auf Korsika). 

Daneben schätzt man den Baum bis heute als Lieferant für verwitterungsbeständiges Holz und ausgezeichneten Honig.

Bei uns in Deutschland ist die Edelkastanie bereits seit der Römerzeit eingebürgert, vor allem in den wärmeren Lagen der Rheinebene und den angrenzenden Mittelgebirgshängen (Weinregionen). In Südbayern kommt sie eher selten vor. (122)

Gemeine Esche in Freising (2)

Botanischer Name: Fraxinus excelsior
> Champion Freising: Rang 1
> Beschreibung:
- einstämmig
- Stammumfang 612 cm in 120 cm Höhe (Taille)
- Baumhöhe: ca. 16 m
- Kronenbreite: ca. 12 m
- Kronenform: unregelmäßig kugelförmig
- Alter (gerundet): ca. 200 Jahre, Keimung um 1820, gebrechlich
- alle starken Äste wurden vor Sep 2020 auf 1-3 m zurückgeschnitten, starke Beschädigungen, große, zweiseitige Stammöffnung zeigt Brandspuren (Blitz?) und Fäulnis
- Schäden: Brandschäden, Kappung der Hauptäste auf 1-3 m, insgesamt sehr starke Beschädigungen
> Besonderheit: sehr alter Baum
> Zugang: öffentlich, unbeschränkt möglich
> Koordinaten: 48.3907, 11.7699

Hinweis von Tom, MT


Gemeine Fichte bei Oberthalhausen (1)

Botanischer Name: Picea abies
> Champion Freising: Rang 1
> Beschreibung:
   - zweistämmig
   - Stammumfang 399 cm in 130 cm Höhe (BHU)
   - Baumhöhe: ca. 37 m
   - Kronenbreite: ca. 10 m
   - Alter (gerundet): ca. 95 Jahre, Keimung um 1930
   - knorriger, verwachsener Stamm, der sich in etwa 7 m Höhe teilt
> Besonderheit: sehr alter Baum, landschaftsprägender Baum
> Zugang: Forst, unbeschränkt möglich
> Koordinaten: 48.41151, 11.66712

Diese Fichte bei Oberthalhausen besteht vermutlich aus zwei Einzelbäumen, die als Sämling oder Setzling dicht nebeneinander standen und im Lauf der Jahre mit zunehmendem Stammumfang bis in ca. 7 m Höhe miteinander verwachsen sind. Wegen des Doppelstamms dürfte sie nicht so alt sein, wie der Stammumfang vorgibt.  

Möglicherweise wurde diese verwachsene Fichte wegen ihres aus ökonomischer Sicht geringen Wertes bisher von einer Nutzung verschont. Heute steht sie im Weltwald Freising.

Gemeine Fichte in Oberthalhausen (2)

Botanischer Name: Picea abies
> Beschreibung:
- einstämmig
- Stammumfang 346 cm in 130 cm Höhe (BHU)
- Baumhöhe: ca. 43 m
- Kronenform: schmal kegelförmig
- Alter (gerundet): ca. 110 Jahre, Keimung um 1910
> Besonderheit: alter Baum
> Zugang unbeschränkt möglich (Forst)
> Koordinaten: 48.413947, 11.6655

Hinweis von Tom, MT


Gewöhnliche Douglasie bei Kranzberg (1)

Botanischer Name: Pseudotsuga menziesii
> Champion Freising: Rang 1
> Beschreibung:
- einstämmig
- Stammumfang 444 cm in 130 cm Höhe (BHU)
- Baumhöhe: ca. 55 m
- Alter (gerundet): ca. 130 Jahre, Keimung um 1890
> Besonderheit: sehr alter Baum
> Zugang: Forst, unbeschränkt möglich
> Koordinaten: 48.40867, 11.65323

Im Kranzberger Forst und in benachbarten Wäldern stehen zahlreiche alte Küsten-Douglasien. Diese hier ist die stärkste, die ich gefunden habe, sie wächst auf dem Rehbuckel. In der Nähe stehen weitere ähnlich starke Exemplare.

In Bayern gibt es heute nur sehr wenige Douglasien, die vor 1880 gepflanzt wurden. Die ersten ließ Forstrat Bierdimpfel vom Forstamt Freising um 1870 anbauen. Ab 1881 wurden sie auch auf einer Versuchsfläche im Kranzberger Forst (119) gepflanzt. 

Der Douglasie werden von Fachleuten gute Chancen für den künftigen Waldbau unter veränderten klimatischen Bedingungen zugesprochen.


Hängebirke 'Tristis'

Botanischer Name: Betula pendula
> Beschreibung:
- einstämmig
- Stammumfang 202 cm in 130 cm Höhe (BHU)
- Baumhöhe: ca. 19 m
- Kronenbreite: ca. 7 m
- Alter (gerundet): ca. 80 Jahre, Keimung um 1940
> Zugang zeitlich beschränkt möglich (öffentlich)
> Koordinaten: 48.4015, 11.72693


Hängebuche in Freising (1)

Botanischer Name: Fagus sylvatica f. pendula
> Champion Freising: Rang 1
> Beschreibung:
- einstämmig
- Stammumfang 324 cm in 130 cm Höhe (BHU)
- Baumhöhe: ca. 17 m
- Kronenbreite: ca. 20 m
- Alter (gerundet): ca. 140 Jahre, Keimung um 1880
> Besonderheit: alter Baum, relativ seltener Baum
> Zugang: öffentlich, unbeschränkt möglich
> Koordinaten: 48.39547, 11.73048

Die stärkste Hängebuche im Landkreis steht zwischen Hof- und Parterregarten in Freising-Weihenstephan. Sie ist damit Champion Tree dieser Art in Bayern. 
Hinweis von Hermann Grimm, ChT


Prächtige Hybridtanne in Freising

Botanischer Name: Abies x insignis
> Champion Freising: Rang 1
> Beschreibung:
- einstämmig
- Stammumfang 308 cm in 130 cm Höhe (BHU)
    - Baumhöhe: ca. 33 m 
- Kronenbreite: ca. 12 m
- Alter (gerundet): ca. 75 Jahre, Keimung um 1950
- Hybride: Spanische.x Nordmanntanne; Nadeln haben z. T. oberseits an der Spitze einige Stomalinien, Nadellänge 2-3 cm, Äste etwas nach oben gebogen
> Besonderheit: alter Baum, relativ seltener Baum
> Zugang: öffentlich, zeitlich beschränkt möglich
> Koordinaten: 48.40088, 11.7275

Die Prächtige Hybridtanne (Abies x insignis) ist eine Kreuzung aus der Spanischen und der Nordmanntanne. Die blaugrünen Nadeln ähneln denen der Spanischen Tanne, sind aber länger. Ihre Wuchsform und die kräftige Nadelfarbe machen sie zu einem Blickfang. Erstmals wurde diese Hybridisierung um 1850 in einer Baumschule in Bulguéville, Frankreich, beobachtet, wo beide Ursprungsarten nebeneinander standen. Diese Kreuzung ist selten. (130). 

Leider ist der Baum nicht so prächtig, wie sein Name verspricht und es auf den ersten Blick scheint. Dem benachbarten Laubbaum wurde bei der Kronenausbreitung offensichtlich der Vorzug eingeräumt, die Äste der Tanne fehlen auf einer Seite nahezu vollständig. Das Baumprofil ist deshalb nicht von allen Seiten so vorteilhaft wie auf dem Bild hier.

Im Sichtungsgarten Weihenstephan hat dieser von weitem auffallende Baum kein Namensschild, weil die Art nicht überliefert ist. Die optisch erfolgte Einordnung der Art (streng genommen der Zugehörigkeit zum entsprechenden Hybridschwarm) und die Abgrenzung zu Vilmorins Tanne (Abies x vilmorinii) wurde nach Christian (130) und Böhlmann (131) vorgenommen.

Riesenmammutbaum bei Oberthalhausen

Botanischer Name: Sequoiadendron giganteum
> Beschreibung:
- einstämmig
- Stammumfang 295 cm in 130 cm Höhe (BHU)
- Baumhöhe: ca. 20 m
- Alter (gerundet): ca. 40 Jahre, Keimung um 1980
> Besonderheit: relativ seltener Baum
> Zugang unbeschränkt möglich (Forst)
> Koordinaten: 48.41384, 11.6766


Roteiche bei Oberthalhausen (2)


Botanischer Name: Quercus rubra
> Beschreibung:
- einstämmig
    - Stammumfang 350 cm in 130 cm Höhe (BHU)
- Alter (gerundet): ca. 160 Jahre, Keimung um 1860
> Besonderheit: alter Baum
> Zugang unbeschränkt möglich (Forst)
> Koordinaten: 48.41409, 11.6665

Hier im Freisinger Weltwald standen zwei etwa gleich alte Roteichen nördlich des Kirchleins von Oberberghausen. Die links im Bild gibt es nicht mehr, sie wurde gefällt, womöglich nach Baumbruch. 


Schwarznuss in Freising

Botanischer Name: Juglans nigra
> Champion Freising: Rang 1
> Beschreibung:
- einstämmig
- Stammumfang 222 cm in 130 cm Höhe (BHU)
- Baumhöhe: ca. 25 m
- Kronenbreite: ca. 11 m
- Alter (gerundet): ca. 90 Jahre, Keimung um 1930
> Besonderheit: alter Baum, relativ seltener Baum
> Zugang: öffentlich, zeitlich beschränkt möglich
> Koordinaten: 48.40072, 11.72767


Silberahorn in Freising

Botanischer Name: Acer saccharinum
> Champion Freising: Rang 1
> Beschreibung:
- mehrstämmig
- Stammumfang 605 cm in 70 cm Höhe (Taille)
- Baumhöhe: ca. 18 m
- Kronenbreite: ca. 18 m
- Alter (gerundet): ca. 130 Jahre, Keimung um 1890
> Besonderheit: sehr alter Baum, relativ seltener Baum
> Zugang: öffentlich, unbeschränkt möglich
> Koordinaten: 48.39502, 11.73083

Der größte Silberahorn im Landkreis Freising steht im Hofgarten der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf. 

Mit seinem Stammumfang gehört er zu den stärksten seiner Art in Deutschland. Seine beiden Stämme laden weit aus und tragen eine Krone, die den Baum so breit wie hoch machen.

Wie die Rotesche stammt auch der Silberahorn aus Nordamerika und trägt dort wie jene im Herbst zur charakteristisch bunten Herbstfärbung der Wälder bei. 

Wie beim Zuckerahorn (Acer saccharum) wird auch der im Frühling aufsteigende Saft des Silberahorns (Acer saccharinum) gewonnen und in seiner Heimat als Ahornsirup über die Pancakes verteilt. Der Baum blüht bereits ab Februar in dichten, roten Büscheln und ist ein wichtiger Wirtsbaum für Bienen und andere Insekten in dieser Jahreszeit.

Aus diesem Grund ist der Silberahorn bei uns hauptsächlich als Zierbaum in Gärten und Parks zu finden. Die silbrig-graue Blattunterseite gab ihm seinen deutschen Namen.


Süntelbuche in Freising (1)

Botanischer Name: Fagus sylvatica var. tortuosa
> Champion Freising: Rang 2
> Beschreibung:
  - einstämmig
  - Stammumfang 130 cm in 130 cm Höhe (BHU)
  - Baumhöhe: ca. 7 m
  - Kronenbreite: ca. 12 m
  - Alter (gerundet): ca. 65 Jahre, Keimung um 1960
  - stark verdrehte und verwachsene Äste
> Besonderheit: relativ seltener Baum
> Zugang: öffentlich, unbeschränkt möglich
> Koordinaten: 48.396, 11.73413

Die Süntelbuche am Schlangenweg in Freising ist nur etwa 7 m hoch, ihre Krone ist aber 12 m beit. Im Weihenstephaner Sichtungsgarten steht ein ähnlich großes Exemplar.


Urweltmammutbaum in Freising (1)

Botanischer Name: Metasequoia glyptostroboides
> Champion Freising: Rang 1
> Beschreibung:
- vierstämmig
- Stammumfang 315 cm in 135 cm Höhe (BHU dickster Stamm), 2. Stamm: 249 cm in 135 cm Höhe, Gesamtumfang des Stamms in 50 cm Höhe: 585 cm
- Baumhöhe: ca. 25 m
- Kronenbreite: ca. 13 m
- Kronenform: ellipsoid
- Alter (gerundet): ca. 70 Jahre, Keimung um 1950
> Besonderheit: alter Baum, relativ seltener Baum
> Zugang: öffentlich, zeitlich beschränkt möglich
> Koordinaten: 48.4012, 11.72892

Diese Art wurde erst um 1935 in China entdeckt und 1948 als neue und einzige noch lebende Art der Gattung Metasequoia beschrieben. Über Boston kamen um 1950 erste Samen an die Universität Hohenheim bei Stuttgart. Die ersten Hohenheimer Sämlinge konnten 1952 ausgepflanzt werden. Heute gibt es in Deutschland nahezu 10.000 Exemplare dieser Baumart. (123)

Ein Schild bei dem Baum nennt als Herkunft Hohenheim und als Pflanzjahr 1960. Demnach dürfte dieser Baum rund 70 Jahre alt sein und zu den ersten Nachkommen der Hohenheimer Sämlinge gehören.


Urweltmammutbaum in Freising (2)

Botanischer Name: Metasequoia glyptostroboides
> Beschreibung:
- dreistämmig
- Stammumfang 298 cm in 130 cm Höhe (BHU dickster Stamm)
- Baumhöhe: ca. 28 m
- Kronenbreite: ca. 12 m
- Alter (gerundet): ca. 65 Jahre, Keimung um 1960
> Besonderheit: relativ seltener Baum
> Zugang zeitlich beschränkt möglich (öffentlich)
> Koordinaten: 48.40125, 11.7275