Europäische Lärche bei Margarethenried

Diese vier Lärchen erinnern an eine Untat im Schwedischen Krieg, wo an dieser Stelle einige Bauern ihr Leben lassen mussten (s. u.).

Steckbrief

Bezeichnung

Europäische Lärche - Larix decidua

Beschreibung

  • in einer Gruppe aus 4 gleichartigen Bäumen
  • einstämmig
  • Stammumfang in 130 cm Höhe: 251 cm (das entspricht einem Durchmesser von 80 cm)
  • Baumhöhe: ca. 18 m
  • Kronenbreite: ca. 12 m
  • lichte Höhe: ca. 2 m
  • Kronenform: kegelförmig
  • Alter (berechnet): rund 100 (80 bis 130) Jahre, demnach steht der Baum seit etwa 1920 an dieser Stelle

Lebensraum

  • Feldrain
  • hängig
  • Begleitvegetation: 2 Holundersträucher
  • Einrichtungen: Feldkreuz, Sitzbank, 2 an den dickeren Stämmen angebrachte Kreuze, Wasserleitung

Standort

  • bei Margarethenried (nördlich des Orts auf dem Vierlärchenberg)
  • Gemeinde Hörgertshausen
  • Lkr. Freising, Bayern
  • Koordinaten: 48.5684, 11.8768

Risiken:

  • keine (teil)versiegelten Flächen im Kronentrauf
  • eine regelmäßig bearbeitete Fläche ist etwa 2 m entfernt
  • erkannte Schäden: 2,5 m langer Spalt im Stamm des zweitstärksten Baumes

Besonderheit

  • besonders landschaftsprägender Baum
  • relativ selten: Rote Liste-Status Deutschland: selten, ungefährdet, Rote Liste-Status Bayern: in der Region unbeständig

erhoben am 9. Mai 2022


Der Vierlärchenberg

Im Dreißigjährigen Krieg, also vor rund 400 Jahren, kamen die Schweden nach Margarethenried. Um ein Exempel zu statuieren wurden einige Bauern gezwungen, auf dem Berg nördlich des Orts ein Loch zu graben, in das sie anschließend geworfen, mit Jauche überschüttet ("Schwedentrunk") und darin lebendig begraben wurden. Zur Erinnerung an diese Untat wurden später vier Lärchen gepflanzt und ein Kreuz dazu gestellt. Der Berg heißt aus diesem Grunde heute Vierlärchenberg. Die Lärchen wurden bei Bedarf immer wieder einmal ersetzt. Heute stehen dort zwei ältere und zwei jüngere Exemplare.