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F l u r b ä u m e

a l l e i n s t e h e n d   u n d   h e r v o r r a g e n d

Gemeine Fichte bei Sünzhausen

Eine einzeln stehende Fichte an einer exponierten Stelle mit nahezu Rundumblick mitten in einem Acker ist schon sehr ungewöhnlich. Auch, wenn an dieser Stelle eine unsichtbare Flurstücksgrenze verläuft, weil aus mehreren Flurstücken ein Feldstück gemacht wurde. Gut möglich, dass beim Pflanzen der Fichte diese Grenze noch als Ackerrain erkennbar war. 

Ein Nachbar erzählt: "Damals wurde dort vom Inhaber der Jagd eine Jagdkanzel errichtet. Weil sie gar so nackert aussah, hat man eine Fichte hingepflanzt. Später ist die Kanzel wieder weg gekommen, der Baum steht aber immer noch da."

Flurbaum-Steckbrief

Bezeichnung

Gemeine Fichte - Picea abies

Beschreibung

  • zweistämmig
  • Stammumfang 131 cm in 130 cm Höhe (BHU dickster Stamm), Gesamtumfang des Stamms in 60 cm Höhe: 215 cm
  • Baumhöhe: ca. 14 m
  • Kronenbreite: ca. 7 m
  • Alter: ca. 50 Jahre, Keimung um 1975
  • möglicherweise zwei zusammengewachsene Exemplare ("zweikernig")

Lebensraum

  • Acker
  • hängiges Gelände
  • Einrichtungen: früher stand hier eine Jagdkanzel
  • Höhenlage: 516 m
  • Naturraum: Amper-Abens-Hügelland

Standort

  • bei Sünzhausen, Flurlage Geigenberg, ca. 300 m südsüdöstlich des Orts
  • Gde. Schweitenkirchen, Lkr. Pfaffenhofen, Bayern 
  • Koordinaten: 48.51215, 11.6579

Risiken, Schäden

  • Abstände: regelmäßige Bodenbearbeitung bis etwa 1 m zum Stamm
  • Risiken: zwieselige Verzweigung mit Ohrenbildung, Rindengrat bis zum Boden
  • Schäden: Borke an einer Stelle etwa angeschlagen

Besonderheit

  • besonders landschaftsprägender Baum
  • Ackerbaum
  • Zeugenbaum (Flurstücksgrenze)

Stand: Juli 2024