Schwarzpappel bei Sulzbach (Taunus)

Die Flurbezeichnung des Standorts lautet „Seewiese“ und rührt von einem großen Fischzuchtgewässer her, das Ritter Hartmut von Kronberg 1522 östlich des Sulzbachs angelegt hatte. Wie lange es Bestand hatte, ist unbekannt. Die heutigen Wiesen wurden zwischen 1955 und 1960 trockengelegt.

Steckbrief

Bezeichnung

Schwarzpappel - Populus nigra*

Beschreibung

  • Einzelbaum
  • einstämmig
  • Stammumfang in 130 cm Höhe: 580 cm (das entspricht einem Durchmesser von 185 cm)
  • Baumhöhe: ca. 30 m
  • Kronenbreite: ca. 37 m
  • lichte Höhe: ca. 1 m
  • Kronenform: ellipsoid
  • Alter (berechnet): rund 220 (170 bis 270) Jahre, demnach steht der Baum seit etwa 1800 an dieser Stelle

Lebensraum

  • Wiese
  • ebenes Gelände
  • Begleitvegetation: Holunder
  • Einrichtung: Bienenhäuser

Standort

  • bei Sulzbach (Taunus), Flurbezeichnung: Seewiese, südöstlich des Orts, in der Nähe des Sulzbachs
  • Main-Taunus-Kreis, Hessen
  • Koordinaten: 50.1266, 8.5434

Risiken

  • eine versiegelte Fläche ist etwa 5 m entfernt
  • erkannte Schäden: einige Äste wurden abgesägt

Besonderheiten

  • sehr alter Baum
  • besonders landschaftsprägender Baum
  • relativ selten: Rote Liste-Status Deutschland: selten, gefährdet, Rote Liste-Status Hessen: zurückgehend, Vorwarnliste *

*bitte die Hinweise zur Hybridbildung auf der Seite Baumarten beachten


erhoben am 8. September 2021


Die seit 1800 bevorzugt angebauten Hybrid- oder Wirtschaftspappeln gehen mit der Schwarzpappel leicht Kreuzungen ein. Die meisten wie Schwarzpappeln aussehenden Bäume stellen sich bei genauerer Untersuchung als Hybridpappeln heraus. Ob es sich bei der Sulzbacher Solitärpappel tatsächlich um eine Schwarzpappel handelt, könnte nur durch eine genetische Untersuchung zweifelsfrei festgestellt werden.

In Frankfurt-Enkheim gibt es eine Pappel, die durch genetische Untersuchung als "echte" Schwarzpappel identifiziert wurde (Abb. 1) (69).

Abb. 1: genetisch nachgewiesen "echte" Schwarzpappel in Enkheim (69), Foto: D. Bönsel, 2017